Der Kaiserdom Ottos des Großen
Unter Otto dem Großen hatte sich der Ort Magdeburg im 10. Jahrhundert von einem Grenzort des Reiches zum Mittelpunkt eines neuen Erzbistums gewandelt. Zur Ausschmückung des Domes hatte der Kaiser antikes Baumaterial aus Italien kommen lassen und wählte den Dom als Ort seiner Grablege. Noch 1199 feierte König Philipp von Schwaben mit einer prächtigen Festtagskrönung im ottonisch-romanischen Dom das Weihnachtsfest. Walther von der Vogelweide dichtete über dieses Ereignis die berühmte „Magdeburger Weihnacht“. Im Jahr 1207 zerstörte ein Stadtbrand den Dom Ottes des Großen. Kardinal Albrecht II. ließ die Ruine abtragen und begann spätestens 1209 mit dem Bau der gotischen Kathedrale. Die unter dem gotischen Dom verborgenen Spuren der Vorgängerbauten rekonstruiert das Forschungsprojekt „Grabungen im Magdeburger Dom“. Die Ausstellung zeigt auch die Ergebnisse und Funde dieser Forschungsgrabung. Aktueller Stand der Domgrabungen
Weingartener Liederhandschrift, Walther von der Vogelweide
Die berühmte, zwischen 1310 und 1320 entstandene Handschrift überliefert das Gedicht der „Magdeburger Weihnacht“ und zeigt den großen mittelalterlichen Minnesänger. © Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek





