Herrschaft und Gesellschaft
In den Gesetzen von 1220 und 1232 übertrug der entfernt in Italien weilende Kaiser Friedrich II. den deutschen Fürsten wichtige Hoheitsrechte. Das politische Gewicht im Heiligen Römischen Reich verlagerte sich auf die weltlichen und geistlichen Landesherren. Diese wiederum bauten ihr Land aus, ließen Burgen errichten und förderten die Städte, in denen der verstärkte Geldfluss besonders den Händlern zu Wohlstand verhalf. In diesen Städten entstand mit dem selbstbewusst handelnden Bürgertum eine neue gesellschaftliche Gruppe. Fest verknüpft mit der gesellschaftlichen Entwicklung des 13. Jahrhunderts ist ebenso die ritterliche Kultur. Innovationen dieser Zeit veränderten auch die Kriegstechnik, so dass der vollständig gepanzerte Ritter nur noch durch sein familieneigenes Wappen erkennbar war.
Segment der Portalarchivolte der Goldenen Pforte, Marienburg, um 1280, Malbork, Museum Zamkowe w Malborku. Magdeburg, Kulturhistorisches Museum.





